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Der Angler, sein Auto und die Bequemlichkeit

(Beitrag im pdf-Format)

 

Die Spielwiese des Rheinparks nimmt Gestalt an. Am Sonntag ruht die Arbeit. Und das Vergnügen an einem Besuch bei solch einem Wetter nimmt zu.

Nicht nur der Spaziergänger besieht sich das Rheinufer. An seinem Rand sitzen die angelberechtigten Fischer das AVK. Dank deren auf wenig Bewegung und Ruhe bedachten Jagdmethode, wird die friedliche Atmosphäre nicht gestört.

Die Jagd nach Fischen ist aber – wie bei allen Freizeitbeschäftigungen – nicht nur eine Frage der Begeisterung, sondern auch eine der Ausstattung. Neben Schirm und Sitz und wetterfester Kleidung enthält das Paket der notwendigen Ausstattung mehrere Ruten mit Rollen für den unterschiedlichsten Einsatz, Kescher für die Anlandung des Fanges,  Behälter für die Beute und einen gehörigen Satz an frischen und künstlichen Ködern. Von Posenstopper, Karabinerwirbel, Rutenständer und Hakenlöser will ich gar nicht erst anfangen.  

Auf jeden Fall kommt ein Equipment zusammen, das offenbar nicht mehr über weitere Strecken getragen werden kann; der Fischer fährt motorisiert vor seinen Angelplatz. Und so ergibt sich im Rheinpark die Situation, dass an dem der Erholung zugedachten Spazierwegen die Flotte der Autos der Fischereiberechtigten aufgereiht steht, sowohl zum Ufer des Rheins als auch am Ufer des Knielinger Sees.

 

Zuspitzen wird sich die Situation am Ufer den Knielinger Sees. Vom Hofgut aus soll ein Weg direkt dorthin führen und an einem Beobachtungsstand vorbeileiten, der so angelegt ist, dass den Wasservögeln sorgsam der Anblick der Spaziergänger erspart bleibt. Eine solche Vorsichtsmaßnahme wirkt dann unangebracht, wenn zu Füßen der Kanzel die Angler vom Auto in ihre Boote umsteigen und den Wasservögeln einen Besuch abstatten. Konflikte zwischen den drei Beteiligten werden da nicht ausfallen.  

Es wird sich gegen den Willen der Angler wohl nicht vermeiden lassen, ihnen einen Sammelplatz für ihre Motorisierung anzubieten, der so angelegt und getarnt ist, dass das bereits andererseits gestörte Landschaftsbild wenigstens vor Ort nicht zusätzlich belastet wird. Daraus ergeben sich längere Wege. Eine sinnvolle Anglerausrüstung sollte daher immer auch einen Trolley umfassen, auf dem alles andere leicht vor Ort zu schaffen wäre. Sicher eine zumutbare Anstrengung.

Neubewertung  fände die Einordnung der Besucher als störende Elemente – mit Zuordnung der Angler als vertretbare Last -, wenn die Bootsanlege am Fuße der Kanzel aufgelöst werden würde. An diesem Platz am Rande des zentralen Vogelschutzgebietes „Altrhein Maxau“ erscheint die Begünstigung der Natur ein Anliegen, dem auch die Angler sich nicht entziehen dürfen. Sie würden ihre Stellung als Naturschutzorganisation glaubhaft machen.  

 

max.albert.ka@googlemail.com

 

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Max Albert, NABU Gruppe Karlsruhe  | max.albert@mail.de