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Umleitung des Federbaches durch den Leimgrubengrund

(Betrag im pdf-Format)

 

Im nächsten Jahr wird im Leimgrubengrund bei Knielingen mit der Umleitung der Einmündung des Federbaches vom Knielinger See direkt in den Willichgraben begonnen. Die Ableitung des Wassers am See vorbei, dient der Sanierung seiner Gewässerqualität.

Seit 1934 läuft der Federbach unter dem Hafen hindurch über den Altrheinarm, den die Knielinger „Schlauch“ nennen, direkt in den zwischen 1957 und ca. 1985 durch Kiesgewinnung angelegten Baggersee.  Der Bach kreiselt vor dem Ausfluss in den Willichgraben unter Hinterlassung seiner Schmutzfracht in der See-Wanne.

Die Ablagerungen setzen sich in sauerstoffzehrenden Prozessen um. Das lebenswichtige Gas wird dem Wasser entnommen. Im Sommer scheitert der vertikale Wasserkreislauf des Winters an dem Warmwasserriegel  der Deckschicht. Das Ergebnis: In der Tiefe unter ca. 4 Meter fehlt der Sauerstoff für das daran gebundene Leben, besonders der Fische.

In dem bereits mehrfach überformten Gelände muss nun noch eine weitere Baumaßnahme für eine  Korrektur der künstlich angelegten Landschaft in den Rheinauen sorgen. So folgt eine Korrektur der anderen.

Der Verlust an Wald im Leimgrubengrund  muss, so sagen es die derzeit gültigen Gesetze, an anderer Stelle durch Neuanlage ausgeglichen werden. Dabei dürfen wertvolle Biotope anderer Art nicht in Anspruch genommen werden, so dass sich nur landwirtschaftlich genutzter  Boden anbietet. Dem Erhalt der Nutzholzmenge steht ein weniger an Früchten entgegen. Von intensiver Landwirtschaft zu ökologischer Waldwirtschaft? Hoffentlich!

Diese Seite dient dazu, in einigen Panoramabildern  die Örtlichkeit zu dokumentieren. Mal sehen, wie es im Jahr 2015  - dem 300jährigen - aussieht. Dem folgen später Sequenzen aus dem Langengrund, dem Hechtzipfel. Dort wird ebenfalls in diesem Zusammenhang in das Gelände eingegriffen werden.

Bei dem zu schaffenden Graben liegt das weitläufige Röhrensystem eines kombinierten Fuchs- und Dachsbaus.  Die beiden Tierarten leben  mit ihren Jungen schon seit langer Zeit nebeneinander an diesem Platz. Beide Tierarten stehen nicht in der Roten Liste. Doch diese Burg ist ein Naturdenkmal, das es unabhängig von der Beliebtheit der Tierarten und ihre Schutzbedürftigkeit zu erhalten gilt. NABU und Jägervereinigung werden sich dafür einsetzen. Das obige Foto ist eine Montage aus örtlichem Röhrenmund und Fremddachs.

Mit diesem Artikel hängen zusammen:

Sanierung des Knielinger Sees, Besucherlenkung  (16.01.2012)

Sanierung des Knielinger Sees, Waldbestände (12.04.2012)

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max.albert.ka@googlemail.com

Karlsruhe, den 05.05.2012 

 

 

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Max Albert, NABU Gruppe Karlsruhe  | max.albert@mail.de