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En Muggeschiss

 

(Beitrag im pdf-Format)

 

Wir haben zwei Anliegen an das Liegenschaftsamt der Stadt Karlsruhe. Im Rahmen der Aufgabenstellungen dieses Amtes sind das Themen am Rande. Der Wunsch nach kleinen Verbesserungen liegt bei der ökologisch geführten Landwirtschaft und bei der Kontrolle des Naturschutzgebietes „Burgau“.

Am 20.12. 2013 hat uns das Liegenschaftsamt mit den Pächtern des Hofgutes Maxau zu einer Exkursion durch die Felder bei Knielingen zusammen geführt. Wir haben die Gelegenheit zur Absprache von ökologischen Verbesserungen auf der Feldflur gerne angenommen. Die Ergebnisse des Termins wurden im Protokoll vom 08.01.2014 festgehalten, dessen Inhalt  alle Beteiligten mit Unterschrift bestätigt haben.

In diesem Protokoll ist eine Passage enthalten, die die künftige Zusammenarbeit regeln soll. Unter dem Titel „Was soll künftig passieren“ steht als erste Übereinkunft: „regelmäßige Treffen der Pächter mit den Verbänden, der Jägerschaft und dem LA“

Nach zwei Jahren, im September 2015, haben wir an diese Vereinbarung erinnert, da inzwischen einige Abweichungen von der Absprache im Dezember  2013 zu besprechen waren. Die wichtigste Frage war die nach dem Schicksal der Lerchenfenster(1 bis 2 unbewirtschaftete Flächen in der Größe von 7 x 3 Meter pro Hektar Ackerland auf allen Pachtflächen.) Im Betriebsjahr 2015 haben die Pächter keine Lerchenfenster angelegt. Inzwischen haben wir Zweifel an dem ökologischen Nutzen solcher Lücken in den Feldern. Wir wollten erreichen, dass stattdessen an anderer Stelle Ausgleich geschaffen wird.

Das Liegenschaftsamt hat den Gesprächswunsch grundsätzlich angenommen. Die Pächter hielten einen Termin im Dezember nach der Erntearbeit für erreichbar. Danach zerfloss das Interesse   auf die verschiedensten Themen, so dass wir nun mit den Pächtern ohne das Liegenschaftsamt ein Gespräch vereinbart haben. Es kam also nicht zu einer Besprechung in dem schriftlich vereinbarten Rahmen. 

Ein dem Geschilderten vergleichbar harmloses Interesse ist der Wunsch nach einer Besprechung über den Einsatz der Feldhut zur Kontrolle des Naturschutzgebietes „Burgau“.  Dieses Anliegen erhält seine Bedeutung einmal  durch die 30 jährige Vorgeschichte. Und durch die unglückliche Abwicklung einer 2009 über viele Interessen hinweg abgesprochenen Wegeregelung

Damals vereinbarten die Teilnehmer der AG „Burgau“ die Kennzeichnung von Nutzungsgrenzen. Aktiv wurden damals NABU, JVK, GBA, AVK, UA . Schilder wurden aufgestellt, Ketten- und Astsperren angelegt. Die Umsetzung des Wegekonzeptes wurde regelmäßig in den Protokollen gefeiert. Die Protokolle enthielten kein Wort darüber, dass von all diesen Wegführungen letztlich nur ein Schild übrig geblieben ist, das ob seiner auslegbaren Aussage nicht ernst genommen wird. Alles andere wurde beseitigt und zerstört. Unsere Schlussfolgerung, wenn bei der Kontrolle des Schutzgebietes nicht deutlich nachgelegt wird, scheitert auch das für Anfang 2016 angekündigte Besucherlenkungskonzept des Regierungspräsidiums.

Unser Interesse an einem Gespräch über die Kontrollaufgaben der Feldhut ist also begründet. Aber selbst die Einschaltung des ZJD hat nicht zum Erfolg geführt. Unsere Schlussfolgerung: Die Stadt führt hier zu wenig Personal und hat über den zeitlichen Aufwand für die Kontrolle keinen Überblick.

Die für uns wichtigen Anliegen sind und bleiben im Rahmen der Gesamtaufgabe des Liegenschaftsamtes Kleinigkeiten. Fällt es dem Amt schwer, dafür Zeit zu erübrigen?    

 

Anlagen:

Leserbrief BNN vom 09.12.2015

Beitrag des NABU zum Besucherlenkungskonzept

Protokoll über Beiträge zur ökologischen Landwirtschaft vom 08.01.2014 (folgt)

Schreiben NABU und JVK an RP im Juli 2011

Protokoll über AG Burgau Besprechung vom 24.09.2009

 

 

 

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Karlsruhe, Dezember 2015

max.albert@mail.de

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Max Albert, NABU Gruppe Karlsruhe  | max.albert@mail.de